Anlässlich der Generalversammlung vom 18. März 2026 haben wir auch kurz über die aktuellen Entwicklungen der Gespräche mit der Christoph Merian Stiftung (CMS) berichtet. Gerne lassen wir diese Informationen in gedrängter Form auch allen Mitgliedern zukommen:

Vergangenen Sommer hat die CMS bekanntlich ein Generelles Baubegehren eingereicht, um insbesondere die Grundlagen für eine mögliche Bebauung zu kennen (vgl. Newsletter CTC vom 11. Juli 2025).

Der Entscheid des Bau- und Gastgewerbeinspektorats erging kurz vor dem Jahreswechsel. Die zuständigen Behörden bestätigen, dass im Perimeter des Tennisplatzes grundsätzlich ein Baufeld für ein Wohngebäude bewilligt werden kann, allerdings ohne Rechtsanspruch und unter Einhaltung der zulässigen Ausnutzung. Die Kantonale Denkmalpflege betont die hohe städtebauliche und denkmalpflegerische Bedeutung des Gellert-Areals und hält fest, dass eine Verdichtung nicht ausgeschlossen, aber nur sehr sorgfältig und gestützt auf weitergehende Abklärungen möglich ist. Unter anderem heisst es wörtlich: „Bei der Beurteilung der Verträglichkeit einer Verdichtung mit dem schützenswerten Ortsbild sind u. a. die Wahrung der Sichtachsen, der Erhalt der stadträumlichen Qualitäten, insbesondere der Freiräume sowie das volumetrische Verhältnis zwischen Neubau und Bestand relevant.“

Anfang März 2026 wurden wir dann von Herrn Ulli Wörne, Leiter Asset Management Rendite & Zweckgebunden der CMS, über den aktuellen Stand des Projektes Gellertfeld informiert. So fand kurz vor unserem Treffen mit Herrn Wörne CMS-intern eine erste Projektsitzung statt. Die CMS plant einen Studienauftrag nach SIA 143 durchzuführen. Es handelt sich dabei um ein kooperatives Konkurrenzverfahren für Architekten und Planer, bei dem im Dialog zwischen Auftraggeber und Teilnehmenden komplexe Bauaufgaben gelöst werden. Solche Studienaufträge sind nicht anonym und ermöglichen Zwischenbesprechungen.

Der ungefähre Terminplan sieht wie folgt aus: In einer ersten Phase, die bis Mitte 2026 abgeschlossen werden soll, wird das Programm der Präqualifikation durch die CMS festgelegt. Dabei soll klar als Vorgabe einfliessen, ob und wie Tennis und Wohnen vor Ort möglich sein könnte. Nach Publikation des Programms der Präqualifikation wird der Studienauftrag, evtl. beschränkt auf 4 – 5 regionale Büros, gestartet. Die Frist für die Eingabe von Bewerbungen durch Architekten/Planer soll auf Ende August angesetzt werden. Nach einer Beurteilung der Bewerbungen, an der sich evtl. auch der CTC einbringen kann, erfolgt der Kick-off zur Durchführung des Studienauftrags mit ausgewählten Büros Ende September 2026. Während der Durchführungsphase ist im Dezember eine Zwischenbesprechung vorgesehen, wo ebenfalls Vertreter des CTC eingeladen sind teilzunehmen. An dieser Zwischenbesprechung könnte allenfalls bereits ein erster Pflock bzgl. des Tennisschicksals eingeschlagen werden. Die Büros sollten die Studie bis Ende Februar 2027 abgeben, die im März 2027 durch eine Jury (wohl ohne CTC-Vertretung) unter Leitung einer unabhängigen Fachperson beurteilt wird. Der Zuschlag an das den Studienauftrag gewinnende Büro soll ca. Ende April 2027 erfolgen.

Mit dem geplanten Vorgehen hofft die CMS, das Risiko zu minimieren, das sich in den nicht abschliessend klaren Vorgaben der Denkmalpflege aus dem Vorentscheid birgt.

Als Input für das von der CMS zu formulierende Programm zur Präqualifikation wird der CTC noch einmal die bereits früher abgegebenen Mindestvoraussetzungen für den Betrieb des Tennisclubs prüfen und ggf. ergänzen.

Vorentscheid Generelles Baubegehren (PDF)